Wir freuen uns sehr, diese Auszeichnung zum wiederholten Mal entgegennehmen zu können!

Die Gemeinschaft der 668 bayerischen Umweltschulen, die ausgezeichnet werden, trägt maßgeblich dazu bei, die Schullandschaft in Bayern für die Zukunft kompetent aufzustellen sowie Schülerinnen und Schülern wichtige Werte und Kompetenzen zu vermitteln. Das Netzwerk der Umweltschulen bleibt groß und stabil. Jede zehnte Schule in Bayern trägt inzwischen die Auszeichnung. Damit bestätigt sich der Trend, dass sich jedes Jahr mehr Schulfamilien mit den Themen Umwelt und Nachhaltigkeit intensiv auseinandersetzen.

Bei einer feierlichen Veranstaltung präsentierten die Schüler der achten Klasse der Montessorischule Hausham jüngst ihre „Großen Arbeiten“. Dieser bedeutende Meilenstein markiert nicht nur das Ende eines Schaffungsprojektes, sondern auch den Höhepunkt monatelanger Arbeit, Entdeckung und Wachstum für die Schüler der Fireflies-Klasse (8. Jahrgangsstufe) im Alter von 13 bis 14 Jahren. Die große Arbeit, ein umfassendes Projekt, das aus einem Werkstück, einem schriftlichen Teil, einer Stand-Präsentation und einer mündlichen Präsentation besteht, ist ein symbolischer Abschluss ihrer Montessori-Ausbildung. Vor einem beeindruckten Publikum, darunter Lehrer, Eltern, Mitschüler, Großeltern und Geschwister, stellten die Schüler ihre Arbeit mit Stolz und Hingabe vor. Darunter der Zusammenbau eines Dirt-Bikes, die Kreation einer eigenen Schokolade, die Lackierung eines Mofas, das E-Tuning eines MTBs, das Bauen eines Hundebetts, das Schaffen eines Harfestücks, die musikalische Inszenierung eines Gedichts, der Bau eines Hühnerstalls, das Zeichnen eines Mangas und das Entwerfen eines digitalen Kochbüchleins.

Für viele der jungen Teilnehmer war dieser Moment das Ergebnis monatelanger intensiver Arbeit und persönlicher Entfaltung. Von der Entwicklung ihrer Konzepte bis zur praktischen Umsetzung und schließlich zur Präsentation auf und neben der Bühne haben die Schüler jede Phase mit bemerkenswerter Reife und Leidenschaft gemeistert. Die „Große Arbeit“ an der Montessorischule ist nicht nur eine Abschlussarbeit, sondern auch ein Beweis für die Kraft der Bildung, die es jungen Menschen ermöglicht, ihre Träume zu verfolgen und ihre Potenziale zu entfalten.

Die Montessorischule Hausham veranstaltete jüngst eine eindrucksvolle Themenwoche zur Gerechtigkeit, die ein vielfältiges Programm und kreative Projekte umfasste. Startschuss bildete dabei der Erwerb von “Verkehrsschildern der Gerechtigkeit”, die im Rahmen eines Kunstprojektes des Künstlers Johannes Volkmann in Zusammenarbeit unter anderem mit dem Wertebündnis Bayern entstanden sind. Die Schüler der Montessorischule Hausham steuerten 1,70 Euro pro Kind bei und mit Spenden des Lions Clubs Miesbach-Holzkirchen, eines anonymen Spenders und der Gemeinde Hausham konnte der volle Betrag finanziert werden. Diese Schilder, die wie echte Straßenschilder aufgebaut sind, tragen Botschaften wie „Kein Platz für Rassismus“, „Krieg ist eine Sackgasse“ und „Jeder ist willkommen“. 

Am vergangenen Donnerstag fand dann das bunte Programm der Montessorischüler statt, das den Höhepunkt der Themenwoche darstellte und zusammen mit den geladenen Familien der Schüler stattfand. Die Montessori-Kinder hatten eigens Lieder zum Thema Gerechtigkeit geschrieben und ein Theaterstück einstudiert, das sich mit Rassismus, Vorurteilen und Selbstreflexion beschäftigte. Ein weiteres Highlight war das Varieté-Programm, für das Tickets verkauft wurden. Obwohl alle Tickets denselben Preis hatten, führte jedes Ticket zu unterschiedlichen Sitzkategorien: Einige Zuschauer mussten auf dem Boden sitzen, während andere mit einem servierten Menü verwöhnt wurden. (Un-)Gerechtigkeit konnte so am eigenen Leib erfahren werden.

Diese Veranstaltungswoche zeigte eindrucksvoll das Engagement der Schüler und der Gemeinde für die Themen Gerechtigkeit und Toleranz.