Montessori-Schüler glänzen mit „Der Drache“ im Waitzinger Keller
Es ist ein Höhepunkt in der Schullaufbahn der Montessori-Schülerinnen und -Schüler: einmal gemeinsam auf der Bühne stehen. Wochenlang wurde dafür geprobt – bevor es zur Premiere in den Waitzinger Keller ging. Der Saal war bis auf die hintersten Plätze besetzt – mit Lehrerinnen, ehemaligen Schüler:innen und Theaterneugierigen.
Gespielt wurde „Der Drache“ von Jewgeni Schwarz – kein Märchen für Kinder, sondern eine Parabel mit Biss. Seit 400 Jahren opfert eine Stadt ihre Töchter an ein dreiköpfiges Ungeheuer – aus Gewohnheit und Angst. Als Ritter Lanzelote (Korbinian Wirrer) den Drachen bezwingen will, stößt er auf erstaunlich viel Gleichgültigkeit und soll mit Nudelsieb und einem Beschluss in den Kampf ziehen.
Die Titelrolle teilten sich Finia Berger, Luis Löther und Sebastian Zehetmair, die den Drachen mit sichtlicher Spielfreude zum Leben erweckten. Ludwig Jagusch überzeugte als halbblinder, slapstickartiger Bürgermeister, Taavi Schramm als dessen Sohn Heinrich.
Unter der Regie von Lydia Strakulla entstand ein dynamisches, humorvolles Stück mit klarer Botschaft: Theater ist Teamarbeit. Wochenlang wurde gebaut, genäht und geprobt – alles handgemacht von den Schülerinnen und Schülern. Schulleiterin Mira Kammerer brachte es am Ende auf den Punkt: „Nur gemeinsam konnte es gelingen – und ihr habt das großartig gemeistert.“
Unterstützt wurde das Stück von der Dr. Ingeborg von Tessin und Marion von Tessin-Stiftung, der Greinwald-Stiftung sowie privaten Spendern.


